Salate / Kräuter

 

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Ich habe diese Seite nun - weil es so viele Rezepte wurden - unterteilt.
Auf dieser erfahrt ihr so nach und nach einiges Wissenswertes über
Kräuter und Co.

 

Anis           
 

Anis liebt einen sonnigen, vor Wind geschützten Standort. Am besten gedeiht er auf einem lockeren, warmen, kalkhaltigen und nährstoffreichen Boden.

Anis verwendet man in der Küche zum Backen von Brot und Gebäck, für Salate, Süßspeisen, Obstsuppen, Aufläufen, süßsauren Soßen, Rotkohl, Gurken, Möhren, für Liköre  und als Zimtersatz. Als Weihnachtsgewürz nicht wegzudenken!
Ein Teeaufguß aus 2- 4 g Samen pro Tasse wirkt krampflösend, schleimlösend, hustenlindernd, gegen Blähungen, Appetitlosigkeit und wird bei Magen- und Darminfektionen eingesetzt.
Anistee ist gut verträglich, mild im Geschmack und wird gern zur Behandlung von Beschwerden bei Kindern genommen. Schon bei Säuglingen hilft warmer Anistee gegen Schluckauf.
 

 

Bärlauch   
 

Der Bärlauch,  das Wildkraut, welches in der Küche am besten eingeführt ist. Geschmacklich erinnert er an Knoblauch.
Der Bärlauch gedeiht  da am besten, wo er feuchte Stellen findet, die genug Kalk im Boden vorweisen können. Leider steht der Bärlauch nur eine begrenzte Zeit im Jahr zur Verfügung. Schon im Februar streckt er seine Fühler aus, diese entwickeln sich zu Blättern, die etwas an die von der Maiglöckchen erinnern.
Daher Vorsicht wenn sie Bärlauch im Wald ernten wollen.
Im Mai fängt er an zu blühen und das ist dann auch schon der Zeitpunkt, sich wieder von ihm zu verabschieden, denn nach Frühjahrsblühermanier zieht er sich nach der Blüte wieder komplett zurück ins Erdreich. Die Bärlauchblätter haben sie ähnlich gute Wirkungen wie der Knoblauch, nur dass sie viel milder sind.
Sie helfen also der Verdauung, beugen Arteriosklerose vor, senken sowohl den Blutdruck als auch den Cholesterinspiegel

 

Basilikum   

Basilikum wird mit Recht auch als Königsbalsam bezeichnet. Es verbindet sich hervorragend mit Tomaten- und anderen Gemüsesalaten und vermag vor allem in Verbindung mit Rosmarin und Knoblauch fein-mediterrane Aromen zu erzeugen. Wichtig: Basilikum niemals hacken, sondern nur in grobe Streifen schneiden. Dies tut man am besten mit einer Schere. So verfärbt sich die Schnittstelle nicht.
Zum Aromatisieren von Speisen werden ausschließlich die Blätter der Basilikumpflanze verwendet.  Die meist 20-50 cm hohen Pflanzen weisen eine Reihe von verschiedenen Sorten auf, die sich durch Aussehen (grüne oder rote, kleine oder große, glatte oder wellige Blätter) ebenso unterscheiden, wie durch ihren Duft und ihr Aroma. So duftet das bei uns gängigste Basilikum, das Genoveser Basilikum, sehr blumig, andere Sorten riechen hingegen eher nach Zitronen, Zimt oder Anis.
Basilikum ist besonders als Heilmittel bei Verdauungsbeschwerden anzuraten. So fördert sein pfefferartiger Geschmack den Appetit, regt die Verdauung an und hilft bei Völlegefühl.
Getrockneter Basilikum gibt den Speisen  eine pfeffrige Note. Verwendet man frisches Basilikum, so sollte man es erst ganz zum Schluss in den Kochtopf geben, da die Blätter sonst ihren Geschmack und ihre leuchtende grüne Farbe einbüßen.
Basilikum passt besonders gut mit anderen mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Oregano, Koriander oder Fenchel zusammen.

Bohnenkraut    Bohnenkraut

Bohnenkraut verwendet man frisch, getrocknet oder zermahlen. In Öl eingelegtes Kraut verwendet man als Salatöl. Es schmeckt gut zu Bohnen, Eintöpfe, Rot- und Weißkohl, Tomaten, Gurken, Kürbis, Pilzgerichten, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Kräutertunken, Bohnen, Linsen, Erbsen, Aufläufen, Ragout, Sauerkraut, Kochfisch, in Leberwurst als Pfefferersatz,  Mayonnaisen und Fleischsalaten

Bohnenkraut wirkt gegen Durchfall, Koliken und Störungen im Verdauungstrakt. Es ist appetitanregend und magenstärkend. Äußerlich verwendet man es bei Entzündungen im Rachenraum.
Bohnenkrauttee sollte mehrmals täglich getrunken werden. Zur Herstellung werden 1 Teelöffel der Blätter mit 1/4 Liter Wasser überbrüht. Die Blätter müssen ca 15 Minuten ziehen.

 

Brunnenkresse       

Die Brunnenkresse verbindet auf wunderbare Weise Geschmack und gesundheitlichen Wert. Wer einmal die Schärfe und die Würzkraft der Kresse schätzen gelernt hat, kommt so schnell nicht wieder von ihr los.
Die zarten Blättchen entpuppen sich als wahre Vitaminbomben. Kresse/Brunnenkresse bietet viel für die Gesundheit: Mineralien, Jod, Phosphor, Eisen, Kalium und Vitamine C, B1, B2, E sowie die Provitamine A und D.
Die Blättchen haben durch ihre scharfe Note eine äußerst appetitanregende Wirkung. Sie beleben den Kreislauf, reinigen den Darm und gleichen den Mineralstoffhaushalt aus.

Schon eine kleine Menge der schönen knallgrünen Blättchen genügt, um einen Kräutersalat in eine Delikatesse zu verwandeln.

Dill   

Eins der wichtigsten Salatkräuter ist der Dill. Vom Gurkensalat ist es gar nicht wegzudenken!
Das einjährige Doldengewächs wird bis zu 1,50 m groß. Eine imposante schöne Staude. Aufgrund seines Aussehens und dem feinen Anisaroma wird das, auch Gurken- oder Küchenkraut genannte, Gewürz häufig mit dem eng verwandten Fenchel verwechselt. Der Anisduft rührt von dem ätherischen Öl her, das in Blättern und Samen der Dille in unterschiedlichen Mengen vorhanden ist.
Dill hat verdauungsfördernde Eigenschaften, es wirkt entkrampfend, regt den Appetit an, ist harntreibend und entwässert. Aber nicht nur bei Magenkrämpfen und Durchfall hilft Dill, sondern sie beruhigt auch die Nerven und soll beim Einschlafen helfen.
Während sich Dill zum Einfrieren eignet und dabei kaum an Aroma verliert, sollte es nicht getrocknet werden. Egal in welcher Form, auch bei diesem Kraut in gilt die Regel, es erst möglichst kurz vor dem Servieren zu der Speise hinzuzufügen, da sonst das Aroma verfliegt. Wer das würzige, leicht süßliche und an Anis erinnernde Aroma von Dille besonders liebt, der sollte sich auf die Spitzen der feinen Blätter konzentrieren, denn hier sind Duft und Geschmack am intensivsten. Dillesamen schmecken hingegen eher wie Kümmel.


Estragon    Estragon


Estragon ist als Küchengewürz bekannt und wird vor allem in der mediterranen Küche verwendet.
Geerntet werden die jungen Triebspitzen und die Blätter. Das übrige Kraut kann 2-3 mal im Jahr kurz vor der Blüte geschnitten werden.

Die Konservierung von Estragon ist zwar durch Trocknen möglich, doch verliert es dadurch an Aroma. Estragon lässt sich sehr gut einfrieren oder  in Öl einlegen. In Essig ist die Aromaübertragung nicht so gut.
Estragon hat eine starke Würzkraft und sollte sparsam verwendet werden. Es dient zum Würzen von Soßen, Mayonnaisen, Rohkostsalaten, Möhren, Reis, Spargel, Kräutersuppen, Kalb, Geflügel, Wild, Sauerbraten, Kräuterbutter und Marinaden.

Mit seinem Bitterstoff regt der Estragon die Bildung der Magensäfte an. Daher wird er gerne als Gewürz
von schweren Speisen verwendet.
In der französischen Küche gehört Estragon zu den 'fines herbes' (Gewürz-Komposition): Estragon, Kerbel, Petersilie und  Schnittlauch.

Estragon wirkt appetitanregend, harntreibend und verdauungsfördernd. Es wird bei Blähungen und rheumatischen Beschwerden angewendet.
Das Estragon auch noch andere Heilwirkungen hat, ist nur wenig bekannt. Er wird als Heilpflanze - zu Unrecht -
selten eingesetzt. Er wirkt
beruhigend, schmerzstillend, gegen Husten und Fieber, Übelkeit, Gallenschwäche, , Ödeme, den Stoffwechsel fördernd, gegen Gicht, bei Vitamin C Mangel, gegen Frühjahrsmüdigkeit, bei  Nervosität, Schlaflosigkeit, Zahnschmerzen, gegen Wechseljahresbeschwerden und Muskelkrämpfe.


Kerbel       

Kerbel ist ein Kraut, welches oft in Gärten angebaut wird. Es ist ein der Petersilie verwandtes Suppenkraut, welches sich aufgrund seines frischen Aromas auch hervorragend als bestimmende Geschmackskomponente in Kräuterdressings eignet und obendrein ohne Probleme eingefroren werden kann.
Seine Blätter schmecken wie eine Mischung aus Petersilie und Anis.
Am besten verwendet man ihn frisch in Salaten, Dressings und Kräuterquark. Eingefroren ist auch ok, aber
getrocknet verliert er an Aroma und Wirkung.

Außer seinem feinen Aroma hat Kerbel auch eine Heilwirkung. Kerbel wirkt blutreinigend, harntreibend,
schleimlösend, schweisstreibend, bei Erkältung, Fieber, Gicht, Wassereinlagerungen, gegen Kopfschmerzen,
Gedächtnisstörungen, Schlaflosigkeit und gegen unreine Haut.
 
 

Knoblauch   

Der Verzehr der - für manche übel riechenden -  Pflanze wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Kein Geringerer als Louis Pasteur wies seine antibakterielle Wirkung auch wissenschaftlich nach. Seither nahmen Studien zu gesundheitsfördernden Eigenschaften von Knoblauch kein Ende: er ist appetitanregend und fördert die Verdauung, reguliert Blutdruck und Blutkreislauf und senkt so das Herzinfarktrisiko. Ebenso wirkt er positiv auf den Blutfett- und Cholesterinspiegel und schützt Magen und Darm bei Infektionen. Bedenkt man den Wohlgeschmack, den Knoblauch dabei jeder Speise verleiht, ist es also kein Wunder, dass Knoblauch in fast allen Küchen der Welt zu den wichtigsten Gewürzen zählt.
Während viele gerade den scharfen Duft des rohen Zwiebelgewürzes schätzen, der durch Lauchöle beim Aufschneiden entsteht, bevorzugen manche eine subtilere Knoblauchnote in ihren Speisen. Um diese zu erreichen gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen können Tassen, Schüsseln oder Pfannen, in denen ein Gericht gekocht wird, mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe ausgerieben werden, um ein leichtes Knoblaucharoma herbeizuzaubern. Noch dezenter wird der Geschmack, wenn man den Knoblauch vor der Verwendung in Milch oder Wasser kurz kocht und ihn dann als Püree weiterverwendet. Um die aphrodisischen Eigenschaften, die ihm zu allem Überfluss zugeschrieben werden, auch nützen zu können, ist es mitunter ratsam, nach dem Essen ein paar Kardamomsamen zu kauen – diese neutralisieren nämlich den Knoblauchgeruch!
 

Knoblauchrauke   

Die Knoblauchrauke geht in ihrem Aroma deutlich in Richtung Knoblauch. Sie bleibt aber immer mild.
In der Küche wird es gerne in Verbindung mit Tomaten mit Basilikum oder Gurke mit Dill verwendet.Als Rohkost in Salaten ist es sehr beliebt, allerdings wohl dosiert.
Jeder Blatt- bzw. Kräutersalat erhält einen wunderbaren Charakter aufgrund der sanften Schärfe und der Bitterstoffe dieses  Krautes.

Koriander   

Vom Koriander gibt Sorten, die das bekannte und auch hierzulande weitverbreitete Gewürz in Form des Samenkorns liefern. Im asiatischen und südamerikanischen Raum dagegen sind die Blätter des Korianders ein sehr beliebtes und absolut gebräuchliches Gewürz.
In der Küche wird es wie folgt verwendet: Als Paste fein gemixt und mit Öl und Salz aufgerührt in vielen Variationen einsetzbar, einfach gezupft unter Salate oder kleingeschnitten in Soßen und Suppen.
Eine schmackhafte Geschmackskombination ergibt sich bei Poularde mit Mango, Sesam und Koriander. Asiatische Fisch- und Krustentiergerichte lechzen förmlich nach diesem äußerst aromatischen Kraut!

Liebstöckel/Maggikraut   

Liebstöckel (man nennt es wegen des intensiven Duftes auch Maggikraut) zählt zu den dankbarsten Pflanzen in jedem Garten. Sie vermehren sich schnell und werden leicht 2 m hoch. Als Würzmittel werden vor allem die relativ großen, gefiederten Blätter verwendet, geschmacklich intensiver sind aber Wurzeln und Früchte, die beide auch zum Aromatisieren herangezogen werden können.
Man sagt ihm heilende Kräfte gegen Melancholie nach.  Ausserdem soll es die Verdauung anzukurbeln und wirkt sich positiv auf Nieren und Harnwege aus.  Nierenkranke und Schwangere sollten allerdings auf Liebstöckel verzichten. Als Tee genossen hilft er auch bei Atemwegsbeschwerden und wer sich ein Liebstöckelbad gönnt, tut sogar seiner Haut etwas Gutes.
Ähnlich wie die namensgebende Suppenwürze schmeckt auch Liebstöckel sehr intensiv und würzig und erinnert ein wenig an Sellerie. Es ist daher ratsam, das Gewürz nur sparsam einzusetzen, zumal es zudem auch gegen das Verfliegen seines Aromas bei zu langem Garen fast resistent ist (daher ist Liebstöckel auch äußerst geeignet, in der Suppe länger mitgekocht zu werden und ihr so seinen charakteristischen Geschmack zu verleihen). Grundsätzlich eignet sich frischer Liebstöckel für alle deftigen Speisen, denen man ein kräftiges Aroma verleihen will. Wurzeln und Früchte lassen sich übrigens auch gut trocknen – so büßt der Liebstöckel zwar ein wenig an Kraft ein, dafür kann man unabhängig davon, ob er gerade Saison hat, oder nicht, seine Lieblingsgerichte damit veredeln.
 

Salbei   

Salbei ist nicht nur als Gewürzkraut beliebt, sondern spielt auch in der Heilkräuterkunde eine große Rolle. Salbei vermag vielen Salaten eine spannende Geschmackskomponente zu verleihen, sollte jedoch wegen seiner Intensität nur sparsam verwendet werden.
Voll entfaltet sich das Aroma, wenn das frische oder getrocknete Kraut bei Fleischgerichten wie Lamm, Hammel, Kalb, Wild, Schwein, Kaninchen, Hackfleisch und Geflügel mitgebraten wird. Salbei passt gut zu allen Innereien wie Herz, Leber und Nieren, aber auch zu Fisch und sparsam verwendet zu Fischsalaten.
Salbei nimmt man auch zur Fleischbeize, zum Einlegen von Gurken, zu Kräuterquark und Kräuterbutter, zu sauren Suppen, Rahmkäse und Tomatensalat. Beliebt ist er auch auf Pasten und Pizzen.


Salbei besitzt eine keimtötende, entzündungshemmende, schmerzstillende, krampflösende, schweißhemmende, blutreinigende und blutzuckersenkende Wirkung.
Bei Überdosierung kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Schwangere und Nierenkranke sollten nur auf ärztlichen Rat Salbei verwenden. Für die Zubereitung eines Tees verwendet man 1 Teelöffel der getrockneten oder frischen Blätter je Tasse, lässt ihn abkühlen und trinkt ihn dann schluckweise. Täglich 2 Tassen helfen besonders bei Katarrhen der oberen Luftwege, Husten, Appetitlosigkeit, Magen- und Darmverschleimung sowie bei Durchfall.

Salbei-Dampfbäder und -Kompressen helfen bei fettiger und unreiner Haut.  
Salbeitee wirkt vorbeugend bei lnfektionsgefahren wie z. B. einer Grippewelle, er unterstützt die Behandlung der Zuckerkrankheit und wird als Gurgelmittel bei Entzündungen im Mund und Rachenraum angewandt. 
Ein Salbeibad ist bei nässenden und eiternden Hauterkrankungen sowie bei starker Menstruation zu empfehlen.

Hierzu gibt man ein großes Bündel Salbei in 2 Liter Wasser, presst es anschließend gut aus und gibt den Aufguss mit ins Badewasser.

 

Sternanis    Sternanis        

Sternanis ist eine sternförmige, holzige Frucht aus Südchina und Vietnam, die unreif gepflückt, getrocknet und gemahlen  wird. Geschmack und Geruch erinnern an Anis und passen gut zu Keksen und der Weihnachtsbäckerei an sich.

Man kann die zerkleinerten Früchte als Tee oder in Teemischungen gegen Verdauungsbeschwerden Trinken.  Durch seine antibakterielle Wirkung kann man Sternanis-Tee unterstützend bei Bronchitis, Mandelentzündungen oder Entzündungen des Verdauungsapparates verwenden.

 

Thymian   

Bei Thymian ist eine mehrjährige Ernte möglich, nach 3 - 4 Jahre sollte der Bestand jedoch erneuert werden, da alte Pflanzen verholzen und an Würzkraft verlieren. Verwendet werden die jungen Blätter und Triebspitzen. Die Haupternte sollte kurz vor der Blüte erfolgen, denn zu dieser Zeit besitzt der Thymian die stärkste Würzkraft.
Thymian kann mitgekocht oder mitgebraten werden. Er hat eine starke Würzkraft und sollte nur in kleinen Mengen den Speisen zugesetzt werden.

Gut eignet er sich zu Kartoffelgerichten, Tomaten, Kürbis, Auberginen, Paprika, Hülsenfrüchten, zu Blatt-, Gurken-, Tomaten- und Selleriesalaten, zu Frikadellen, Fleisch, Fisch, Wild und Geflügel sowie zum Würzen von Pasteten. Mit Melisse und Estragon zusammen eignet er sich für Kräuteressig, aber auch für Braten-, Kräuter- und Wildsoßen, zum Würzen von Pizzen und zur Herstellung von Kräuterbutter.

Thymian wirkt appetitanregend, schleim-, husten- und krampflösend sowie hartreibend.
Hauptsächlich wird Thymian als Tee aus einem Teelöffel des getrockneten Krautes zubereitet verwandt.

Zwei Tassen täglich wirken wohltuend bei Keuch- und Krampfhusten, Bronchialkatarrh und Asthma. Er wird aber auch bei infektiösen Erkrankungen der Verdauungsorgane und der Lungen angewandt. Thymiantee hilft bei Sodbrennen, Blähungen, Durchfall, Magenkrämpfen und Menstruationsbeschwerden.

Außerdem wird Thymian eine günstige Wirkung bei Leberschäden nachgesagt. Mehrmaliges Gurgeln mit Thymiantee hilft bei entzündlichen Erkrankungen im Mund- und Rachenraum.

Thymianöl, das in der Apotheke erhältlich ist, wird bei Beschwerden der Atem-, Verdauungs- und Harnwege 3 mal täglich, 3 Tropfen auf Zucker eingenommen. Unverdünnt wendet man das Öl bei Quetschungen, geschwollenen Gelenken und Muskelanspannung an.


Kleinblütiges Weidenröschen   

Das kleinblütige Weidenröschen ist eine unscheinbare Heilpflanze, die in Gärten meistens als Unkraut 'entsorgt' wird.
Als Heilpflanze war das Weidenröschen fast unbekannt, bis es durch die Schriften und Vorträgen von Maria Treben bekannt wurde.
Die Pflanze ist in den milderen Zonen in Europa und Nordamerika heimisch.
Sie wächst so an Ufern, in Waldlichtungen, ist aber auch in naturnahen Gärten anzutreffen.
Ähnlich wie Minzepflanzen sollte sie in Gärten möglichst in Tröge mit Wurzelsperre gepflanzt werden, da sie sich schnell 'wie ein Unkraut' ausbreitet.Das mehrjährige Weidenröschen wird bis zu 60 cm hoch. Für eine Mulchschicht im Winter ist es dankbar.
Man sammelt das blühende Kraut ohne Wurzel. Dazu wird das Kraut dicht über dem Boden abgeschnitten, gebündelt und zu Sträußen gebündelt. Dann kann es an einem luftigen Ort trocknen.

Die Hauptwirkung des Weidenröschens ist sein günstiger Einfluss auf die Prostata, die Nieren und die Blasenfunktion.
Weitere Eigenschaften: Es wirkt antibakteriell, entzündungshemmend,

In der Küche kann man die jungen Blättchen auch im Salat nutzen.

Für einen Weidenröschen-Tee übergießt man einen gehäuften Teelöffel des trocken Weidenröschen-Krautes mit 250 ml kochendes Wasser und lässt ihn fünf Minuten ziehen.
Von diesem Tee trinkt man zwei Tassen pro Tag, möglichst morgens und abends. Es gibt in der Apotheke und in gut sortierten Reformhäusern aber auch fertige Teebeutel.

 

Vanille        Vanilleschoten            


Vanille ist die Frucht einer starkwüchsigen, tropischen Kletterorchidee mit Kletterwurzeln und grünen, fleischigen Sprossen. Vanille zählt mit zu den teuersten Gewürzen. Durch einen aufwendigen Trocknungsprozess wird sie zu der bekannten Vanilleschote mit dem würzig-süßem Aroma.

Vanille dient als Aromastoff für viele Süßspeisen, Backwaren, Liköre, Bonbons und Parfüm. Seit dem 16. Jahrhundert ist sie eines der wichtigsten Gewürze für die Schokoladenindustrie.

Die billige - aber bei weitem nicht DAS Aroma  der echten Vanille erreichend - künstliche Vanille wird aus den Bestandteilen des Nelkenöls (Eugenol) hergestellt. Echten Vanillezucker kann man durch die schwarzen Pünktchen von künstlichem Vanillinzucker unterscheiden.

Vanille ist die einzige Orchideenart, die zur menschlichen Ernährung beiträgt. Das spezielle Aroma der Vanille wird neben Vanillin und Glucose noch von 35 weiteren Substanzen gebildet. Das Aroma wird erst nach einem sehr arbeitsintensiven Aufbereitungsprozess erlangt, bei dem durch Trocknen und Schwitzen eine Fermentierung erreicht wird. Die Schoten enthalten zum Schluss ca. 1,5 bis 3 Prozent Vanillin.
 

Zimt    Zimt               

Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen und kommt ursprünglich aus China und Sri Lanka. Früher war Zimt oft  unerschwinglich.  Er wird aus der Rinde des Zimtbaumes gewonnen. Es ist hauptsächlich ein Wintergewürz mit fein-süßlichem Aroma. Bei Zimt denkt man sofort an Weihnachtsgebäck und Glühwein - oder an Apfelkuchen!!
Ein Hauch von Exotik ist mit dem Zimt verbunden.

Relativ unbekannt ist, dass der Zimt ein vielfältiges Heilmittel ist. Besondere Aufmerksamkeit hat in den letzten Jahren die Blutzucker senkende Wirkung von Zimt erfahren!
Weiter wirkt der Zimt
antibakteriell, adstringierend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweisstreibend, wärmend, gegen Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenbeschwerden,
Fieber, Erkältung, bei Heiserkeit, Husten, Bronchitis, Nebenhöhlenentzündung, Herzschwäche, Zimt ist Durchblutungsfördernd, senkt den Blutzuckerspiegel, hilft bei Muskelschmerzen, Zahnschmerzen und  Menstruationskrämpfen.
 


 




 

 

 

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