Stevia

 

Home
Vorherige Seite


Wissenswertes, Tipps und Rezepte            

 

Falls ihr eine Frage habt, oder ich irgendwo ein Urheberrecht verletzt haben sollte:
Mailt mich an!


Habt ihr etwas, was andere erfahren sollen?? Rezepte? Tipps? Neues?

Mailt mich an!

 

Endlich ist es soweit. Seit Dezember 2011 ist Stevia (Stevia rebaudiana Bertoni)  als Nahrungergänzungssmittel  auch in Deutschland zugelassen.
Zunächst standen die süßen Inhaltsstoffe der Pflanze (Stevioglycoside) im Verdacht, Krebs zu fördern.
Ein Tierversuch hatte gezeigt, dass hohe Mengen bösartige Tumoren auslösen könnten. Die Studie wies jedoch zwei Mängel auf. Die getesteten Mengen stark überhöht und für Menschen mit normalen Geschmacksnerven nicht mehr erträglich. Zum anderen hatten Firmen, die Konkurrenzprodukte (sprich Süßstoffe)  herstellen, die Studie finanziert.
Mittlerweile hat sich herausgestellt: Es gibt keine gesundheitlichen Bedenken!!

Inzwischen wurde Stevia vom Krebsverdacht freigesprochen. Die European Food Safety Authority (EFSA) hat den pflanzlichen Süßstoff positiv bewertet und schreibt, dass Steviolglycoside in toxikologischen Tests keine krebserregenden, toxischen oder negativen Auswirkungen auf die Fortpflanzungsorgane oder das ungeborene Leben haben.
Ob Stevia auch eine positive Wirkung auf entzündliche Krankheiten hat und hohen Blutdruck senken kann, müssen Studien erst noch klären.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass Lebensmittel mit dem neuen Süßungsmittel Stevia an der E-Nummer 960 zu erkennen sind.
 
Ich nutze Stevia schon lange als Süßstoff-Alternative. Bislang konnte man Stevia nur in der Kosmetik-
abteilung in Reformhäusern kaufen. Oder in der Apotheke. Angeblich zur Zahnpflege oder als
Badezusatz - nicht als Nahrungsmittel!

Stevia wird wegen seiner enormen Süßkraft auch Süßkraut oder Honigkraut genannt und kommt ursprünglich aus Paraguay, Brasilien und Argentinien. Es wird dort seit Jahrhunderten als Süßungsmittel und Medizin verwendet. Ca. 1887 kamen dann die Europäer mit dieser Pflanze in Kontakt.
1941 Wurde Stevia in England wegen der Zuckerknappheit angebaut.

Stevia ist ein rein natürliches Produkt und bis zu 300 mal so süß wie Haushaltszucker. Und das bei praktisch NULL Kalorien!!!
Stevia ist vor allem für Diabetiker ein Segen, da es keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel hat.
Stevia behält seine Süßkraft auch bei Temperaturen bis 200° C und ist daher bestens zum Kochen und
Backen geeignet.
Stevia kann durch den hohen Gehalt an Süßkraft äußerst sparsam dosiert werden.
Am Anfang daher eher zu wenig, als zu viel nehmen!!!
Stevia gibt es mittlerweile als Tabs, Pulver und Pulver zu kaufen. Oder eben - wenn man Glück hat -
als Pflanze.

Ich habe Stevia auch schon im Garten angebaut. Leider ist die Pflanze hier in Deutschland nicht
winterhart. Ein Blättchen während der Gartenarbeit geknabbert, war ganz lecker.
In winzigen Mengen haben auch meine Meerschweinchen die Blättchen bekommen und waren ganz
verrückt danach. 

Stevia  ist ein kleiner, ca. 50 - 100 cm hoher Strauch (Korbblütler), mit vielen hell- bis  dunkelgrünen, lanzettförmigen, 5-8 cm langen Blättern und weißen Blütenkörbchen. Die Wurzeln sind mehrjährig, ertragen aber keinen Frost, dringen nur 15 - 25 cm in Boden ein. Am Ende der Vegetationszeit stirbt der oberirdische Teil der Pflanze ab. Die Samen sind 3 mm groß. Die Pflanze ist ein Windbestäuber, anspruchslos, wächst auf feuchtem, grobkörnigem, sandigem und saurem Boden, liebt Temperaturen von 24 Grad. Damit sie üppiger und buschiger wird, kneift man im Sommer die Spitzen aus. Die Pflanze blüht von Oktober bis Februar (bitte ins Haus holen!), man erntet die Blätter Mitte bis Ende September. Überwintern sollte sie bei 15 - 20 Grad und hell, wenig gießen, wenig ernten. Optimal ist ein leicht beheiztes  Gewächshaus. Die Pflanze zieht ein und treibt Ende Januar/Anfang Februar neu aus.

Leider ist es nicht einfach Rezepte zu empfehlen, denn die Menge macht es.
Und diese ändert sich je nach Geschmack und je nach Produkt (Pulver, Flüssig).

Eine Faustregel: Man muss umdenken. Weniger ist in diesem Fall mehr.

Z.B. Pudding mit flüssig Stevia: in ein 1/2 l Milch nur 2-3 Tröpfchen dazu geben. Und erst probieren. Ist es zu wenig, kann man die Menge erhöhen. Aber mehr als 4 Tröpfchen wäre schon ziemlich unangenehm. Immer vorausgesetzt, es handelt sich immer um das gleiche Produkt (Flüssig, Pulver)

Wenn man so vorgeht, kann man nach und nach alle süssen Speisen mit Stevia zubereiten.
 


Ich werde hier nach und nach Rezepte veröffentlichen.

 

 

Joghurt-Quark-Speise  mit Erdbeerspiegel 

Zutaten:
 
für 4 Portionen:

500 g Joghurt (1,5%)
150 g Magerquark (oder Weight-Watchers-Quark)
150 ml Cremefine von Rama zum Schlagen
6 Blätter Gelantine
1/2 Bio-Zitronen (ungespritzt)
knapp 3 Tl Stevia

250 Erdbeeren
evtl. etwas flüssiger Stevia

Die Gelantine in wenig Wasser einweichen.
Joghurt mit Magerquark, Zitronenzesten, Zitronensaft und Stevia verrühren.
Abschmecken ob sie Süßkraft stark genug ist. Evtl. etwas nachsüssen.
Gelantine erwärmen bis sie sich aufgelöst hat.
Die Joghurt/Quarkmasse unterrühren.
Bevor die Masse fest wird, die geschlagene Cremefine Sahne unterheben.
Im Kühlschrank fest werden lassen.

Zitronenzesten sind hauchdünne Streifen von der äußeren Fruchtschale. Entweder mit einem Messer
Schneiden oder mit einem Zestenmesser.

Für den Erdbeerspiegel ca. 250 g Erdbeeren in der Küchenmaschine fein zerkleinern und gegebenenfalls
mit flüssigem Stevia süssen. Sieht auch hübsch aus, wenn alles mit Pistazienbröseln bestreut wird.

 

Schokoladen-Muffins               

Zutaten:
   für ca. 10 Muffins

 

200 g Joghurt (1,5%)
2 Eier
3 EL Stevia flüssig
200 g mehl
1 Päck. Backpulver
1 Prise Salz
3 EL Kakaopulver
1 Fläschchen Rum-Aroma
100 g Schokostreusel

Joghurt, Eier und Stevia in einer Schüssel schaumig rühren. Mehl, Backpulver, Salz und
Kakaopulver in einer weiteren Schüssel vermischen und dann unter die Joghurt-Ei-Mischung rühren.
Rumaroma (alternativ Vanille) und Schokostreusel untgerheben.

Den Teig in einer mit Papierförmchen ausgelegten Muffinform geben und 30 Minuten bei 200°C
backen. 

 

Obst-Quarkkuchen

Zutaten:

500 g Quark, Magerstufe
1 Pck. Puddingpulver, Vanillegeschmack
2 große Äpfel
50 g Mandeln, gestiftelt
50 g Haselnüsse
50 g Rosinen
2 EL Kokosraspel
etwas Zimt
2 Bananen
2 Pflaumen
2 Handvoll Himbeeren
2 Eier
1 TL Stevia
1 Pck. Backpulver
50 g Mandeln, gehobelt

Äpfel, Bananen, Pflaumen klein schneiden.
Quark, Vanillepuddingpulver, Stevia, Apfelstücke, Rosinen, Eier, Backpulver, Mandelsplitter und Haselnüsse in einer großen Schüssel vermengen. Nun in eine Auflauf- oder Kuchenform folgendermaßen schichten: Zuerst die Quarkmasse,  dann Bananenscheiben, dann wieder eine Quarkmasse darauf Pflaumenscheiben und Zimt, dann wieder Quarkmasse, diese bestreuen sie mit Kokosraspeln etwas Zimt und Mandelplättchen.

Das Ganze bei 220° für 20 Minuten in den Ofen (am besten Sie schieben in das unterste Fach ein Backblech und in das darüber schieben sie einen Kuchenrost, auf den sie dann den Auflauf stellen, so entsteht keine Sauerei wenn etwas überläuft).

Dann mindestens 12 Stunden lang ziehen lassen und z. B. mit Vanillesauce  servieren.




 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Zum Seitenanfang